Augenerkrankung
Kurzsichtigkeit bei Kindern (Myopie)
Kurzsichtigkeit bedeutet: In der Ferne sieht das Kind unscharf, in der Nähe meist besser. Meist ist das Auge zu lang, sodass das Bild vor der Netzhaut entsteht. Myopie beginnt oft im Schulalter und kann im Wachstum zunehmen.

Schematische Illustration zur Erklärung – ärztliche Freigabe erforderlich.
Typische Beschwerden
- Das Kind kneift die Augen zusammen
- Bücher oder Tablet werden sehr nah gehalten
- Die Tafel wird schlecht gesehen
- Klagen über Kopfschmerzen oder müde Augen
- Das Kind wirkt in der Ferne unsicher
Kinder vergleichen nicht – sie halten ihr Sehen für normal. Auffälligkeiten fallen deshalb oft zuerst in der Schule oder beim Sport auf.
Wie wir untersuchen
Sehschärfenprüfung, genaue Bestimmung der Brillenwerte – meist mit Augentropfen – sowie Kontrolle von Augenstellung und Netzhaut. Im Verlauf prüfen wir, wie stark die Kurzsichtigkeit zunimmt.
Wie wir behandeln
Passende Brillengläser oder spezielle Myopie-Management-Brillengläser, in geeigneten Fällen spezielle Kontaktlinsen oder Orthokeratologie, niedrig dosiertes Atropin nach augenärztlicher Empfehlung – immer mit regelmäßigen Fachkontrollen.
Zur passenden Behandlung →Wann Sie zügig handeln sollten
Nimmt die Stärke in kurzer Zeit deutlich zu oder klagt Ihr Kind über Lichtblitze und Schatten, bitte zeitnah vorstellen.
Mehr zum Augennotfall →Redaktion: Augencentrum Mülheim · Stand 07/2026
