Augenerkrankung
Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Die AMD betrifft die Makula – die Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut. Lesen, Gesichter erkennen und Details leiden, während das Sehen am Rand meist erhalten bleibt. Man unterscheidet eine trockene (langsame) und eine feuchte (schnell fortschreitende) Form.

Schematische Illustration zur Erklärung – ärztliche Freigabe erforderlich.
Typische Beschwerden
- Verzerrtes Sehen – gerade Linien wie Türrahmen oder Fliesenfugen erscheinen wellig
- Grauer, verschwommener oder dunkler Fleck in der Mitte des Sehens
- Lesen wird trotz passender Brille zunehmend schwerer, mehr Licht wird nötig
- Farben wirken matter, Gesichter verschwimmen in der Mitte
Frühe Veränderungen bemerken viele nicht – das zweite Auge gleicht den Ausfall lange aus. Auffällig wird die AMD oft erst, wenn die Mitte des Sehens deutlich betroffen ist.
Wie wir untersuchen
Netzhautuntersuchung mit erweiterter Pupille, OCT (zeigt die Makulaschichten im Querschnitt und macht Flüssigkeit sichtbar), Fundusfotografie zur Dokumentation des Verlaufs und – bei Verdacht auf Gefäßneubildungen – die Fluoreszenzangiografie.
Wie wir behandeln
Die feuchte AMD behandeln wir mit Anti-VEGF-Medikamenteneingaben ins Auge (IVOM) in unserem Makulazentrum – ausschließlich am Standort Stadtmitte. Bei der trockenen Form stehen regelmäßige Kontrolle, Risikoreduktion und Beratung im Vordergrund.
Zur passenden Behandlung →Wann Sie zügig handeln sollten
Neu aufgetretenes verzerrtes Sehen, ein neuer Fleck in der Bildmitte oder eine plötzliche Leseverschlechterung: bitte innerhalb weniger Tage abklären lassen – bei der feuchten AMD entscheidet der Zeitpunkt über das Ergebnis.
Mehr zum Augennotfall →Redaktion: Augencentrum Mülheim · Stand 07/2026
